Wie ich mein Kind hypnotisiert habe…

Heute mal etwas unter der Kategorie „Nicht zur Nachahmung empfohlen!“.

Ihr habt richtig gelesen, es geht heute um Hypnose!

Und ich gebe es zu, ja, ich habe mein Kind hypnotisiert. Und das andere Kind auch. Ich stehe dazu. Und auch, wenn ihr das nicht glauben mögt, ihr alle, die ihr Eltern seid, habt das mit Sicherheit auch schon getan.

„Blödsinn!“, werdet ihr jetzt denken. „Ich doch nicht! Ich weiß doch nicht mal, wie das geht!“

Richtig. Genau das ist das Problem!

Schön auf das Bild sehen und dann *klick* – schon hypnotisiert! Hahaha…

Wie wir unsere Kinder (klammheimlich) hypnotisieren, ohne es selbst zu wissen

Also, zuerst holen wir jetzt alle mal unser Pendel aus der Schublade, nehmen unser Kind an die Hand und setzen es vor uns auf die Couch. Dann lassen wir das Pendel vor den Augen des Kindes ganz langsam hin und herbaumeln und sagen „Du bist braaaav! Du hörst ab jetzt immer auf die Mami!!“… hahaha, nee, Quatsch beiseite.

Tatsächlich ist es so, dass es nur unsere Worte braucht, um unser Kind zu hypnotisieren, bzw. zu programmieren. Andere nennen das auch Suggestion.

Kinder sind besonders empfänglich für diese Programmierung. Jeder kennt den Vergleich des Kindes mit einem leeren Blatt Papier, das man beschreiben oder einem leeren Krug, den man befüllen kann. Tatsächlich habe ich gerade ein sehr interessantes Buch über Hypnose (keine Angst, ich habe gar kein Pendel!) gelesen, in dem es über das Suggerieren von positiven Botschaften geht. Aber natürlich funktioniert das auch mit negativen Botschaften.

In dem Buch heißt es „Wer zum Beispiel als Kind eine Mathearbeit verbockt hat und daraufhin von Eltern oder Lehrern immer wieder attestiert bekommt, er mache in seinem Leben besser nichts, bei dem man rechnen muss, glaubt irgendwann selber daran. Und probiert es auch erst gar nicht mehr – ist ja eh zum Scheitern verurteilt. (…) Die Prophezeiung erfüllt sich und wird zu einem Glaubenssatz, der einem Fluch gleicht: „Ich bin eine Matheniete.“ Dabei hatte die einst versaute Mathearbeit vielleicht nur etwas damit zu tun, dass das Kind in der Nacht zuvor schlecht geschlafen hatte.“ “ („Du kannst schaffen, was du willst. Die Kunst der Selbsthypnose“, Jan Becker, Piper Verlag GmbH München, S. 82)

Wenn man also jemandem ständig etwas einredet (und es muss nur hartnäckig genug sein), dann glaubt derjenige höchstwahrscheinlich irgendwann selbst daran.

Und weiter heißt es: "Wenn Sie selbst Kinder haben, sollten Sie sich gut überlegen, welche Suggestionen Sie Ihrem Nachwuchs mit auf den Weg geben." (S.83)

Oha! sag ich da nur…  Wie geht es da euch so dabei??

 

Achtung: Nicht zur Nachahmung empfohlen!

Ich als Rabenmutter muss gestehen, dass ich meinen Kindern auch so einiges (ohne es bewusst getan zu haben) eingeredet habe (und mit Sicherheit immer noch einrede).

So ist das Thema Essen bei uns ja immer präsent (siehe mein Blogpost hier z.B.). Schon als Quasselstrippe (7) noch ganz klein war und damit begonnen hatte feste Nahrung zu sich zu nehmen, war ich immer besorgt, dass er nicht alles probiert und alles mag, was ich ihm vorsetze. Eigentlich ein völlig normales Verhalten (für ein Kind! Nicht für eine Mama…).

Jedenfalls habe ich sicherlich einiges dazu beigetragen, dass meine Söhne noch weniger Neues probiert haben. Denn ich habe nicht nur an ihnen herumgemeckert, sondern habe dies auch jedem in unserem Umfeld und sogar im Beisein der Kinder erzählt, die es hören wollten oder auch nicht. So habe ich täglich dazu beigetragen, dass sich das die Botschaft „Ich mag kein neues Essen probieren! Bäh! Igitt!“ schön im Unterbewusstsein festgepflanzt hat. Jetzt hab ich den Salat! Beziehungsweise eben KEINEN Salat!!

Aber er ist ja deswegen nicht gleich alles verloren. Zwar sind solche „Glaubenssätze“ nicht ganz einfach zu ändern, aber es ist nicht aussichtlos.

Die neue Devise muss also heißen:

„Super! Du hast ja Paprika probiert! Oh, du magst Gemüse, ich wusste es!!“

(Dass das Kind gerade das Gesicht verzogen hat, obwohl es nur ein Millimeter großes Stückchen Paprika probiert hat, sollte einem davon keinesfalls abhalten, die Vorliebe zum Gemüse zu betonen! Ist man also zu Besuch bei Freunden, wo das Kind kopfschüttelnd Gemüse ablehnt, sollte man ganz nebenbei in Anwesenheit des Kindes darauf löblich hinweisen, dass sein Kind allerdings Paprika überaus gerne isst!!)

Wollt ihr noch mehr Tipps von der perfekten Rabenmutter? Sehr gerne!

Aber Achtung: Nicht zur Nachahmung empfohlen! 😉

Liebe Grüße

Eure perfekte Rabenmutter

 

Und zum Abschluss noch ein hübsches hypnotisch wirkendes Bild äh, eine optische Täuschung mein ich… 😉

Du liebst Paprika, du liebst Paprika, du liebst Paprika…

 

 

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